Lobhudelei & DrahtseilAkte

„…oder – weil ich es viel spannender finde: „Über euch!“

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ResonanzDas LiedGut zum heutigen BlogBeitrag „wirkt“ natürlich besonders gut, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Hier: Sonne, Frühling & Leichtigkeit!

Zwischen allem Entstehen und Entwickeln erreichte mich die erinnernde Botschaft, „nebenbei“ noch die Rubrik „Über den Autor“, mit meinem Lebens(Weg) füllen zu müssen. Verknüpft mit der Erwartung, dass ich das ja dann „zeitnah und bei Gelegenheit“ einreichen könne. Habe ich mich gefreut…^^

Weil ich aber durchaus gewissenhaft bin und mich gelegentlich an dem zu orientieren versuche, das als „normal“ gilt, habe ich meine Beruflichkeiten nachhaltig und kurzweilig überprüft, um sie – vor der finalen Niederschreibung – zunächst doch erst einmal beiseite zu schieben. Ehrlich: ich feiere es, KEINE „Bewerbung“ (mehr) schreiben zu müssen, denn an dieses fragile Konstrukt – Zahlen geben Aufschluss über Erfolg und/oder Versagen – habe ich selten festgehalten. Hat mich selbst nie interessiert. Wenn immer ich jemanden eingestellt habe – gleich in welcher Funktion, dann schien mir viel wichtiger, WIE der jeweilige Mensch mir im Dialog gegenübertrat. Also – egal ob schüchtern oder extrovertiert: ich MUSS Menschen einfach „spüren“ und wahrnehmen. Abgesehen davon – und das erzähle ich auch im Buch – war es doch oft so, dass ich immer wieder mit pädagogischen Menschen zu tun hatte, die es zu fabelhaften Theoretikern gebracht hatten, aber… oftmals in der praktischen Anwendung – sagen wir mal „Nachholbedarf“ hatten.

Und während ich mich an diese und jene Prüfungssituation zurückerinnerte, durchzuckte mich ein Gedankenblitz, weil mir beim Reflektieren ein verbindendes und sich wiederholendes Element begegnete: die Geschichten HINTER Abschlüssen und die Richtungswechsel. Es ging nämlich nicht „um diese eine Prüfungssituation“, oder deren Note; mich beschäftigten vielmehr diese Ereignisse, die mich verzweifeln und Mut und Glauben verlieren ließen. Ich erinnerte mich gleichsam auch an das Glück, dass meine Mitschülerin ihren BWL-Spickzettel absichtlich neben meinen Tisch fallen ließ, der im Anschluss aus meiner (wohlverdienten) „5“, eine viel sympathischere „3“ formte.
DAS tauchte auf dem Zeugnis natürlich ebenfalls nicht auf.
Oder: wie wenig Zeit mir eigentlich blieb, mich auf die Prüfung vorzubereiten, weil mich die Trauer zerfraß und alles um mich herum so unwirklich und beinahe lächerlich klein wirken ließ.

Nein, es waren IMMER die Geschichten, die sich rundum derlei Situationen ergaben. Und überhaupt: meine Pläne, Träume und Wünsche waren doch allzu oft sehr viel anders als das, was ich dann letztlich zu tun gedachte. So entwuchs aus dieser recht harmlosen und nachvollziehbaren „Aufforderung“ heraus der Wunsch, andere Wege beschreiten zu wollen. Dieses „Über mich“ sollte ein „Über dich“ und gleichsam auch ein „Über euch“ werden. Nur WIE ich das umsetzen sollte, da war ich mir noch nicht so sicher. Was aber feststand: ich KANN NICHT „wie die Anderen“ und – ich will es auch gar nicht können!

Was ich aus meiner Zeit in der Gastronomie verinnerlicht hatte, das waren die Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich habe das wirklich sehr geliebt! Egal, ob es Künstler, Musiker, Ingenieure, Pädagogen (…) waren: ab einem bestimmten Punkt waren sie „nur noch“ meine Gäste und wir redeten auf Augenhöhe über das Leben und gingen dabei sehr oft in die Tiefe. Und diese „Kneipen-Dialoge“, die einfach aus dem Moment und einer guten Portion Resonanz heraus (und manchmal einem zu großen Schluck aus der Pulle) entstanden – die waren immer wieder das, was mich zur (Selbst-)Reflexion einlud. Ich erzählte dabei oft viel von mir, aber lieber: hörte ich einfach nur zu.

DAS war jedenfalls letztlich das, was mich geradewegs zur Rubrik „DrahtseilAkte“ inspirierte: ich wollte gern das Nützliche mit dem Guten verbinden. Einfach nach dem Motto: wer etwas über mich erfahren will, der erfährt gleichzeitig etwas über jemand ganz anderen. Und im besten Falle – erinnert sich dieser Mensch an ähnliche Situationen aus seinem eigenen Erleben und bewertet diese vielleicht noch einmal aus einem anderen Blickwinkel. (M)Ein Thema für diese Gesprächsreihe ist deshalb „Wie wir zu den Menschen geworden sind, die wir im Heute darstellen.“
Dafür werde ich – mir bis dato unbekannte Menschen – zu einem Dialog vor einem Retro-Kiosk einladen, bei denen ich das Gefühl habe, dass wir Freunde sein könnten; vielleicht gar Zwillinge im Geiste. Ganz bestimmt aber werden es Menschen sein, die mich inspirieren, mir sympathisch sind und bei denen ich ernsthaftes Interesse daran habe, (mehr) über ihre Richtungswechsel und die nicht immer lineare Beschreitung der eigenen LebensWege zu erfahren.

Grüßelichst,
Jark

Direkter Draht zum Autor?moin@drahtseilautist.de