ZwischenStand

In einer kalten Zeit, in der sich sogar die Möwen zu mir auf den Balkon chillen, braucht es warme Gedanken und Zuversicht…

HörGerät

ResonanzEin junger mexikanischer Pianist, der das junge Volk für Klaviermusik begeistert. Sachen gibt’s?! Wirkt aber auch bei mir. Und vielleicht ja auch bei dir…?

Moin und hallo im… Februar! Es hat sich alles ein wenig gezooogen, weil es bei mir daheim doch wieder einmal etwas anders abgelaufen ist, als geplant und erhofft. Ist und bleibt halt ein neurodivergentes Leben das ich lebe und meistens liebe, oder zumindest annehme. Hier und da verlangt es nach Anpassung und um Rücksichtnahme mentaler Natur, auf sich täglich verändernde externe Bedürfnisse. Selbst für mich und meine Vorhaben gilt da keine Ausnahme und so: komme ich erst JETZT dazu, den nächsten Schritt zu gehen und einen aktuelleren ZwischenStand zu vermelden.

Ein halbes Jahr wohne ich nun schon im nördlichsten Norden Deutschlands und es gefällt mir noch immer ausnehmend gut hier; sogar bei JEDEM Wetter. Das Buch wächst und gedeiht und die Inhalte dazu. Ich zwinge mich jetzt wieder regelmäßig zu einer verbindlichen Verabredung mit meiner Vergangenheit und habe mir dafür die optimalen Voraussetzungen – zumindest was das aktuelle Wohn- und ArbeitsSetup betrifft – geschaffen. Dennoch fallen mir manche Gedankenreisen an längst vergangene Schauplätze, und die damit verbundenen Begegnungen mit ehemaligen Wegbegleitern, dadurch nicht unbedingt leichter. Es ist für mich nach wie vor erstaunlich, was in meinem Unterbewusstsein doch für Menschen schlummern, die ich zuvor gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.

Manchen von ihnen trauere ich tatsächlich etwas hinterher und frage mich, wie es ihnen wohl heute gehen mag. Was ich allerdings dennoch zu verhindern weiß: sie im Heute zu googlen! Denn die Vergangenheit lehrte mich, dass es allzu oft einen Sinn hat, dass Wege sich trennen. Vielen Begegnungen wohnt die Magie des damaligen Zeitgeistes inne, die gegenwärtig wenig Magisches mit sich bringen würde. Meinem heutigen Verständnis und meiner inneren (Ein-)Ordnung zufolge haben schließlich einige der damals intensiv erlebten Situationen, bereits ihre notwendigen Erkenntnisse mit sich gebracht. Es ist dann immer der eigene prüfende Blick und natürlich eben auch die (nicht-)vorhandene Reflexionsfähigkeit, mittels derer sich auch retrospektiv manche Gegebenheit besser hinterfragen und auflösen lässt. Nicht jede Belanglosigkeit verdient Bedeutung, nicht jede Wunde heilt durch die Zeit; Narben bleiben unsichtbar bestehen, reißen wieder auf und lassen sich im Heute mit der nötigen (räumlichen) Distanz viel besser erkennen und abschließend behandeln.

Im Wissen darum, dass diese Art der „Schreibtherapie“ sicherlich nicht für jeden Menschen geeignet ist, bin ich dankbar dafür, dass sie mir unterm Strich gut tut und hilft. Vergebung und Verständnis bleiben dabei nötig; nicht nur für die damaligen Protagonisten, sondern auch für mein kindliches Selbst.
Die Sache mit dem inneren Kind, das Liebe braucht und umarmt werden will – die taucht immer mal wieder auf, obwohl ich mich gar nicht so sehr damit befasst habe und die Geschehnisse eher aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Ich habe den kleinen Jarkie in mir längst wieder in meine Arme und in mein Herz geschlossen, lasse ihn wieder öfters in mein Leben, höre geduldig zu und passe gut auf ihn auf!

Die Banalitäten des Alltags holen mich regelmäßig zurück aus der verschriftlichten Vergangenheitsbewältigung und der Blick aus dem Fenster zeigt Wachstum, Blüte und ErkenntnisGewinnung; im Winter. Die emotionalsten Puzzleteile meines Erlebens habe ich bis hier in mühevoller Heimarbeit zusammengesucht, JETZT setze ich sie stückweise passend aneinander, denn verbinden: das ist etwas, das ich schon immer ganz gut konnte und mag.
Die schönsten Lebensabschnitte müssen dürfen ebenfalls noch geschrieben und anschließend integriert werden.

Ein bisschen ist das Ordnen und Sortieren, Hinterfragen und Neuentdecken auch wie eine meiner Leidenschaften – das Kochen: da hasse ich den Einkauf, das Nachhausetragen, Wegräumen und die Vorbereitung und liebe umso mehr, daraus allerhand Köstlichkeiten entstehen zu lassen.
Was doch immer wieder so alles nötig ist, um auch nur für EINEN Moment der Glückseligkeit sorgen zu können…? Schön, Erwartungen erfüllen zu können.

Was noch ansteht?
Hintergrund- und Zuarbeiten für Homepage liefern; unaufdringliche Insta-Beiträge und BookTok-Videos kreieren; das generelle (Screen-)Design verfeinern und vereinheitlichen; dabei stets die Deadlines und Gegenwärtiges im Auge behalten…

Halleluja, was habe ich mir da nur aufgehalst?! Ich freue mich trotzdem drauf und bleibe zuversichtlich!

Direkter Draht zum Autor?moin@drahtseilautist.de